tankwagen_webDer Bildungsfrühling war eine private Bildungsinitiative von 2012-2013. Aus dem Bildungsfrühlung entstand vieles, z.B. der Tankwagen. Der Bildungsfrühling begann mit einer zweitägigen Start-Veranstaltung im April 2012. Schon in der Vorbereitung dieses Wochenendes brummte es ganz gewaltig. Mit der Startveranstaltung wurde ein Traum wahr: jede Menge lebendige, tatkräftige Menschen gestalteten unser Bildungswochenende mit und ließen keinen Zweifel: die Zeit ist reif, gemeinsam und aktiv Bildung zu gestalten. Mit den professionellen Bildungs-Schaffenden, mit den Eltern, mit den Mit-BürgerInnen, und mit den Kindern und Jugendlichen.

Der Bildungsfrühling hatte drei Ziele, die in Kurzform so lauteten:

  1. Hoffnung machen.
  2. Informieren, in Verbindung, ins Gespräch kommen.
  3. Die Bildungsreform Schritt für Schritt, “von unten” gestalten.

Wir haben Gerald Hüther im April 2012 in Wien getroffen, und um eine Botschaft für unseren Bildungsfrühling gebeten. Hier ist sie: „Wenn wir darüber nachdenken, wie unser gegenwärtiges Bildungssystem verändert werden kann, dann müssen wir endlich aufhören, darauf zu hoffen, dass es eine Regierung […] oder das Bildungsministerium verändert. Das wird nichts. Die Veränderungsprozesse, die wir brauchen, müssen wir vor Ort einfordern. Das heißt, es müssten sich Bürger […] zusammentun, eine Initiative gründen […] und müssten den [in Schulen und Kindergärten] beschäftigten Pädagogen die Frage stellen: ‚Hey, wir würden gerne euch dabei unterstützen, dass hier ein anderer Geist, eine andere Lernkultur, eine andere Beziehungskultur in dieser Schule aufgebaut werden kann. Was für Unterstützung braucht ihr?‚ Und das wäre eine bürgerschaftliche Bewegung, die unten anfängt. Und dieses wunderbare Projekt, das Sie hier initiiert haben, ist eigentlich der Anfang einer solchen bürgerschaftlichen Bewegung. (Weitere Ausschnitte unseres Gesprächs könnt ihr hier sehen und hören.)

Wo die Entdeckerfreude der Kinder erhalten bleibt, wo ihre Gestaltungslust gelebt werden darf, wo sie individuell und respektvoll begleitet werden, wo sie ihre Verantwortung für die Gemeinschaft leben und die Freude am Miteinander erfahren, da gelingt Schule. Egal, wie diese Schule genannt wird.

In einer gelingenden Schule können Kinder mit Freude ihr ganzes Potenzial entfalten. Leistungsfreudig, nicht leistungs-neurotisch. Widerstandsfähig, nicht widerständisch. Selbst-wirksam, nicht egomanisch. Gewohnt, selbst zu denken und mitzugestalten. Wir sind überzeugt, dass die wichtigste Reform die Veränderung unserer Beziehungskultur ist. Und damit kann jede(r) von uns sofort beginnen.

Wir brauchen eine neue Beziehungskultur, eine Kultur in der kein Kind, kein Mensch beschämt wird, in der Selbstbestimmtheit und Begeisterung möglich sind, die von gegenseitiger Wertschätzung, von Gleichwürdigkeit geprägt ist.

Der Bildungsfrühling war eine private Initiative von zwei Perchtoldsdorferinnen: überparteilich, unabhängig. Wir initiierten, machten, unterstützten, und bestaunten größere und kleinere praktische Projekte zum Thema Bildung, hier in Perchtoldsdorf, Österreich, und anderswo.

Auf facebook findet ihr Impulse und Neuigkeiten aus unserer Bildungs-Arbeit.